27
Nov
2017

Tag 3 Te Wakatehaua Island bis Hukatere (30 km)

Sand… Sand…. und Sand…. dieser Strand nimmt und nimmt (noch) kein Ende. Aber das Laufen ging heute deutlich besser vonstatten als noch am gestrigen Tage…

Ich habe die Nacht das erste Mal seit der Ankunft in Neuseeland richtig durchgeschlafen. Zudem waren am Morgen die Schmerzen vom Vortag komplett verschwunden. An der guten Laune und deutlich erholten Motivation konnte da dann auch der prasselnde Regen am Morgen nichts ändern. Entsprechend habe ich die ersten 12 Trail-Kilometer des Tages daher auch in gut zwei Stunden abgerissen. Das ist für mich mit dem Gepäck ja schon fast wie Speed-Hiking. Ein paar kurze Pausen gab es natürlich trotzdem 😉

Danach ging es weiter schnell voran, so dass ich die 30 Kilometermarke nach dem Start um 7:30 Uhr in der früh bereits kurz nach 14:00 Uhr geknackt hatte. Der Regen hatte nachgelassen und war einem Haufen an Schönwetterwolken und jeder Menge Sonnenschein gewichen. Das hatte natürlich nochmal zusätzlich motiviert, zumal nach und nach am Horizont auch die ersten Berge, die es in den nachfolgenden Tagen zu durchlaufen galt, in Sicht kamen. Der Strand musste somit endlich sein. Auch wenn ich das von der Karte natürlich wusste, war es dennoch schön das auch tatsächlich mal zu sehen 😉

Morgen sind noch weitere 30 Strandkilometer abzureißen, aber mit dem Ende des Strandes in Sicht bin ich sicher, dass mich morgen nichts aufhalten können wird. Auch wenn ich mich ehrlich gesagt am heutigen Ende des Tages wie ein 95-Jähriger fühle und mich derzeit bislang trotz kalter Dusche nur humpelnd und mit Schmerzen fortbewegen kann.

Ich befinde mich hier auf einer einfachen Campsite in den Dünen namens Utea Park. Mit Axel bin ich gemeinsam hier angekommen. Die letzten zwei Trail-Kilometer sind wir heute zusammen gelaufen. Anna ist mittlerweile auch da und ich schätze Guillaume kämpft sich gerade noch über die letzten Kilometer des heutigen Tages. Gestern erreichte er auch noch am frühen Abend unseren Lagerplatz. Vermutlich morgen werden sich unsere Wege allerdings trennen. Anna kämpft noch etwas schwerer mit den ersten Trailkilometern und plant etwa die Hälfte des Weges laufen. Wie es mit dem Rest von uns ausschaut, sehen wir dann morgen. Ich für meinen Teil bin jedenfalls sehr motiviert, den kompletten Rest des Ninety-Mile-Beach morgen zu gehen, um mich dann übermorgen hoffentlich in die Schlammberge des Herekino Forrest stürzen zu können.

Irgendwas muss ich mir bis dahin noch in Sachen Verpflegung und Sonnenschutz überlegen. Die Sonne brennt dermaßen in Neuseeland, dass ich trotz Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 und teils deutlicher Bewölkung an den Armen und im Gesicht schon ziemlich sonnenverbrannt bin. Das Ozonloch lässt wohl grüßen. Es befindet sich wohl ziemlich genau über Neuseeland. Was die Verpflegung angeht, genügen meine knapp 2.000 Kalorien, die ich gerade pro Tag zu mir nehme, einfach nicht. Ich schätze an die 3.000 muss ich da noch herankommen. So groß sind meine Energiepolster, die ich an Bauch und Hüfte mit mir herumtrage, dann ja doch nicht 😉

Hier noch einige Strandfotos. Mehr oder ausführlichere Berichte gibt es später dann bei den abwechslungsreicheren Landschaften 😉

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