17
Mrz
2019
10

Magisches Licht! Meine schönsten Bilder von den Lofoten im Winter

Die Lofoten in Norwegen! Eines meiner Sehnsuchtsziele und nun im März bin ich kurzfristig für elf Tage auf die zerklüfteten Inseln oberhalb des Polarkreises gereist. Vorwiegend zum Fotografieren und Genießen der magischen Lichtstimmungen in diesem Land der Eisriesen, doch ich habe auch einige Winterwanderungen unternommen und mir vor Abflug hierfür noch schnell ein Paar Schneeschuhe zugelegt. Bevor ich in den kommenden Tagen ein paar allgemeine Tipps zu einer Winterreise auf die Lofoten schreibe, bekommt ihr hier im Artikel schon mal meine schönsten Fotos zu sehen und einen ersten Bericht zu lesen…

Die Inselgruppe der Lofoten ragt einige hundert Kilometer oberhalb des Polarkreises vom Norwegischen Festland wie ein versteinerter Drachenschwanz in den Nordatlantik hinein. Sie besteht aus knapp 80 Inseln. Gerade im Sommer sind die Lofoten mit ihrer wilden Natur, den kleinen Fischerdörfchen und dramatischen Gipfeln, umtost von den rauhen Wellen und Winden des Nordatlantiks, ein touristischer Hotspot. Doch auch eine Winterreise lohnt: ganz besonders für Fotografen. Die Lichtstimmungen und Farben sind beinahe durchweg magisch, die Landschaften spektakulär und es bietet sich eine hervorragende Chance auf Nordlichter! Beinahe jeden Abend und jede Nacht habe ich das Schauspiel der Aurora Borealis erleben dürfen. An zwei Abenden leuchteten und tanzten die Nordlichter so intensiv am Nachthimmel, dass ich es sicher mein Leben lang nicht vergessen werde. Wahre Magie!

Polarlichter am Haukland Beach
Magischer Sonnenuntergang am Hovnsund

Bevor ich in den kommenden Tagen mehr zu den Lofoten schreibe, kommen hier meine schönsten Bilder von den vergangenen anderthalb Wochen. All diejenigen unter euch, die mir auf Instagram oder Facebook folgen, haben schon eine ganze Menge Eindrücke erhalten. Hier gibt es nun meine besten Fotos und am Ende des Artikel noch einen Link auf eine Google Maps-Karte, auf der meine schönsten Fotospots zu finden sind!


„Die Strände auf den Lofoten sind genauso wunderschön wie spektakulär“


Weißer Sand, türkisblaues Wasser und über alledem ragen die schneebedeckten Gipfel schroffer Berge majestätisch in den Himmel darüber. Die Strände auf den Lofoten sind genauso wunderschön wie spektakulär und bieten den besten Platz um einen traumhaften Sonnenaufgang oder auch einen ebenso traumhaften Sonnenuntergang zu erleben. Von Nordlichtern ganz zu schweigen… dazu jedoch später mehr 😉

Haukland Beach

Ich habe gleich einige der schönsten Strände der Lofoten aufgesucht, darunter den Haukland und den Utakleiv Beach (meine persönlichen Favoriten), den vor allem bei Surfern bekannten Unstad Beach, den Skagsanden Beach, den abgeschiedenen, nur über eine Wanderung erreichbaren Kvalvika Beach, an dem ich bei klirrender Kälte die Nacht verbracht habe, und den Rambergstranda.

Utakleiv Beach

Jeder Strand für sich war einzigartig schön! Manche dieser Strände habe ich gleich mehrfach aufgesucht und im wechselnden Lichte des Tages (und der Nacht) erschienen sie jedes Mal völlig anders, doch jedes Mal auch atemberaubend schön. Es lohnt sich also, die verschiedenen Spots auf den Lofoten gleich mehrfach aufzusuchen.

Rambergstranda

„In a land of ice giants – Im Land der Eisriesen“


„In a land of ice giants – Im Land der Eisriesen“… So hatte eine Freundin mir geschrieben als ich die Bilder meines ersten Winterhikes auf den Lofoten auf Whatsapp in meinem Status gepostet habe. Und wie treffend das ist. Die schroffen majestätischen Gipfel der Lofoten ragen im Winter von Eis und Schnee bedeckt wahrlich wie Eisgiganten aus den stürmischen Wassern des Nordatlantik heraus. Wunderschön anzusehen, vor allem im magischen Spiel aus Licht und Schatten, welches die tiefstehende Sonne in Kombination mit den Wolken bietet.

Haukland Beach während des Aufstiegs auf den Mount Mannen

Oftmals ist diese Szenerie an Dramatik kaum zu überbieten, wofür sich aber auch die vielen und schnellen Wetterumschwünge, mit denen sich die Lichtverhältnisse vollkommen verändern, verantwortlich zeichnen. Innerhalb nur weniger Minuten kann das Wetter hier im Europäischen Nordmeer umschlagen. Eben noch von den Strahlen der Sonne gewärmt und mit fantastischer Aussicht verwöhnt findet man sich schneller als gedacht in einem Schneesturm ohne jegliche Sicht wieder.

Blick vom Holandsmelen

Winterhiking und -mountaineering oberhalb des Polarkreises auf den Lofoten ist wunderschön, aber auch nicht ungefährlich. Daher eine Warnung an dieser Stelle: Vorsicht, Vorbereitung und entsprechende Ausrüstung ist unabdingbar, wenn ihr hier in die Berge geht. Das gilt auch wenn die Gipfel der Lofoten meist nur einige hundert bis knapp über 1.000 Meter aufragen. Ihr seid hier ab Meereshöhe vorwiegend im alpinen Gelände unterwegs und sucht euch eure eigenen Routen im (Tief-)Schnee und Fels. Das alles gepaart mit dem beinahe unberechenbaren Wetter kann alles andere als ohne sein. Ich selbst habe es gleich zwei Mal erlebt, dass ich mit meinen Schneeschuhen bei gutem Wetter einen Berggipfel erklommen und mich wenige Zeit später in einem Schneesturm wiederfand.


„Ein jedes Objekt ein tolles Fotomotiv, vor allem im richtigen Licht“


Mittendrin in der atemberaubenden Natur der Lofoteninseln finden sich unzählige malerische Flecken und Fotospots: traditionelle und traumhaft schön, ja richtig malerisch gelegene Fischerdörfer mit den aus Holz errichteten Rorbuer-Häusern wie das historische Nusfjord, Henningsvaer, welches auch das Venedig Norwegens genannt wird oder auch das von vielen Fotos bekannte Sakrisoy und Hamnoy mit seinen traumhaft gelegenen Rorbuer-Häusern bei Reine.

Hamnoy Rorbuer
Nusfjord

Kleine wie große, doch allesamt wunderschöne Holzkirchen liegen in atemberaubender Natur und bieten tolle Fotomotive. Ich habe unter anderem die Kirchen von Buknes, Flakstad, Sidpolness und Gimsoy aufgesucht. Eine jede für sich ein tolles Fotomotiv, vor allem im richtigen Licht und mit der beeindruckenden Landschaft drumherum.

Friedhof und Kirche von Gimsoy

Leuchttürme, meist winzig kleine, finden sich zuhauf an der felsigen Küsten der zerfurchteten Lofoten. Wie für die Kirchen gilt: ein tolles Fotomotiv. Besonders der Leuchtturm von Hoven hat es mir angetan, den ich im Licht eines atemberaubenden Sonnenuntergangs fotografieren konnte. Gar nicht so einfach: es wehte ein eiskalter, kräftiger Nordwind, der hohe Wellen gegen den Damm trieb, über den man zum Leuchtturm gelangt. Anfangs glaubte ich tatsächlich noch im Stop & Go trockenen Fußes über den Damm zu gelangen. Was für ein Irrglaube… Kurz vor Ende hat mich eine große Welle voll erwischt. Zum Glück blieb meine Fotoausrüstung trocken 🙂

Leuchtturm von Hoven
Leuchtturm von Eggum

„Hinter jeder Biegung, hinter jeder Ecke eine neue, beeindruckende Aussicht…“


Die Inseln des Lofotenarchipels sind über die kurvige E10 auf unzähligen Tunneln und Brücken miteinander verbunden. Je weiter es in Richtung Südwesten auf den Nordatlantik hinausgeht, desto schmaler wird die E10 und die Landschaft umso dramatischer. Die spitzen und schroffen Berge der Lofoten rücken näher, die kleinen Fischerdörfer schmiegen sich immer enger an den wenigen Platz zwischen Berg und Ozean. Kein Wunder, dass dabei hinter jeder Biegung, hinter jeder Ecke eine neue, beeindruckende Aussicht wartet.

Die Fredvang Bridge bei Nacht
Das Tal von Vestagoy vom Torvdalshalsen Aussichtspunkt
Felsküste bei Vareid

„Nordlichter – Es gibt wahre Magie auf dieser Welt…“


Das Nordlicht, Polarlicht, oder auch Aurora Borealis genannt! Ich habe diese wunderschönen Lichter schon mal auf Island erleben dürfen, doch nie so intensiv wie jetzt auf den Lofoten. Ein einzigartiges Naturschauspiel. Jede Nacht sind sie auf den Lofoten aufgetreten und ich hatte das unheimliche Glück in einer Nacht einen Sonnensturm erleben zu dürfen. Bei solchen Stürmen kann das Polarlicht besonders hell und dramatisch erscheinen.

Polarlichter am Haukland Beach

Große Teile des Firmaments und der Umgebung waren in dieser Nacht erleuchtet und das Nordlicht tanzte so intensiv über den Himmel. Yeeeesss!!! So wahnsinnig schön! Ich habe gleich mehrere Stunden am Haukland und Utakleiv Beach verbracht. In den wenigen Momenten, in denen ich meine Augen vom Himmel lösen konnte, habe ich auch ein paar Fotos gemacht. Dafür, dass ich das erste Mal das Nordlicht etwas professioneller fotografiert habe, bin ich echt begeistert 🙂

Jenseits von den mir bekannten wissenschaftlichen Erklärungen für die Aurora Borealis: ja, es gibt wahre Magie auf dieser Welt. Und ich bin unendlich dankbar, dass ich diese wunderschönen Lichter auf meiner Reise auf die Lofoten so intensiv erleben durfte. Selbst die Bezeichnung des Nordlichts in dieser Nacht als „Himmelsspektakel“ vermag meinem Empfinden irgendwie nicht gerecht zu werden. Ich war tief beeindruckt, selbst Tage danach noch. Und ich werde diesen Moment, an dem ich das Nordlicht so intensiv erleben durfte, sicher mein Leben lang nicht vergessen…


„Es hat sich so sehr gelohnt!“


So, das soll es nun erst mal gewesen sein mit meinem ersten Artikel zu den Lofoten. Ein weiterer folgt in den kommenden Tagen. Doch ihr habt jetzt sicher schon gesehen, weshalb die Lofoten eines meiner Sehnsuchtsziele waren und als Traum eines jeden Landschaftsfotografen gelten. Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen von euch mit meinen Fotos von den Lofoten ein wenig inspirieren, sich vielleicht auch irgendwann einmal auf diese traumhaft schöne Inselkette aufzumachen. Es hat sich so sehr gelohnt!

Wie am Anfang des Artikels versprochen, ist hier nun noch meine Google Maps-Karte mit meinen schönsten Fotospots auf den Lofoten zum Nachreisen 😉

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