Über mich

Hi, ich bin Nils!

Jahrgang 1982 und als sicher zunächst beste Voraussetzung für einen Reise- und Abenteuerblog bin ich fotografie-, reise- und abenteuerlustig und dabei vor allem auch berg- und sportbegeistert. Ob auf Trekkingtour, Long Distance Trail, mit dem Mountainbike, beim Bouldern, Klettersteiggehen, Höhenbergsteigen, Skifahren und Snowboarden, auf Splitboardtour oder beim Schneeschuhwandern: ich bin bei allem dabei und liebe es draußen in unserer unglaublich schönen Natur unterwegs zu sein, auf herausfordernden Touren meine eigenen Grenzen auszuloten und dabei ganz bewusst aus der Komfortzone auszusteigen.

Wie heißt es so schön in dem Film „The Secret Life of Walter Mitty“:

To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, draw closer, to find each other, and to feel. That‘s the purpose of life.“

Ein wahnsinnig toller Film mit einer unglaublich wahren Botschaft. Falls ihr ihn noch nicht kennt, schaut ihn euch an!

Vor einigen Jahren hat mich meine Abenteuerlust dazu bewegt, meinen Job als Verwaltungsbeamter vorübergehend „an den Nagel zu hängen“. Ich habe eine Auszeit von knapp zweieinhalb Jahren genießen und unsere unglaubliche Welt ganz jenseits von Pauschalurlauben auf wenig begangenen Wegen, Pfaden und Trails erleben dürfen. So bin ich in dieser Zeit unter anderem mit Zelt und Rucksack durch Neuseeland gelaufen, war auf abgelegenen Trails in den südamerikanischen Anden unterwegs, habe Vulkane auf den Azoren bestiegen, mich hunderte von Kilometern durch das schottische Moor gekämpft, den unglaublichen Winter mit der Magie des Nordlichts an einsamen Stränden auf den Lofoten erlebt und unzählige Erfahrungen während mehrere Monate in den Alpen sammeln dürfen.

Doch auch vor meiner Auszeit habe ich vieles ausprobieren und erleben dürfen: von Städte- und Rundreisen, Klettern, Bergsteigen sowie Hochtouren in den Alpen, mehrwöchigen Trekking- und Backpacking-Touren durch Schottland und Norwegen sowie eine Rundreise in einem alten VW-Bulli durch die schottischen Highlands. Doch der Startschuss für die vielen anspruchsvolleren Abenteuer, die danach folgten und bei denen ich mich immer wieder aufs Neue ausprobieren suchte, wurden wohl eher 2017/2018 gelegt.

Im November 2017 hatte ich mich zu Beginn meiner Auszeit dazu entschieden, mich ans andere Ende der Welt aufzumachen. Der Wanderpfad „Te Araroa“ – auch „the long pathway“ genannt – führte damals als jüngster der mehrmonatigen Long Distance Trails auf über 3.000 Kilometern zu Fuß einmal komplett durch Neuseeland – vom äußersten Norden der neuseeländischen Nordinsel bis hin zum südlichsten Punkt der Südinsel. Diesen Trail bin ich in nicht ganz fünf Monaten vom 25. November 2017 bis 11. April 2018 gelaufen.

Der Te Araroa war eine epische Reise und zugleich auch eine wahnsinnige Herausforderung. Aber ich habe es geschafft und eine ganz intensive, in vielen Belangen einzigartige und prägende Reise erleben dürfen. Prägend für mich als Person, für mein Leben und alles, was danach folgte. Ich erlebte unzählige Momente der Freude und des Glücks. Aber der Trail forderte mich körperlich und mental auch ohnegleichen und ließ mich meine bis dahin gedachten persönlichen Grenzen überschreiten. Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, und die mir gezeigt hat, dass alles möglich ist, wenn man nur stark genug daran glaubt und daran festhält.

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen seitdem ich mit Tränen in den Augen das berühmte Schild in Bluff, welches das Ende des Trails markiert, berührt habe, doch noch immer lässt mich der Trail und die gewonnenen Erfahrung daraus nicht los und prägen mich bis heute. Diese eine lange Reise gab mir letztlich auch die Motivation und die Zuversicht, sich all den darauffolgenden Abenteuern stellen und mir weitere Träume verwirklichen zu können. Denn eines ist es immer wert: den Träumen nachzugehen und sie zu leben. Und das auch trotz aller Widrigkeiten, Komplikationen oder Schwierigkeiten in der Umsetzung. Gerade diese machen einen Traum doch erst aus und lassen ihn im ersten Augenblick so unerreichbar erscheinen. Doch mit seiner Umsetzung feiern wir das Leben und all die Möglichkeiten und die Schönheit, die es uns bietet! Und zwar so intensiv wie möglich und mit so viel Mut wie erforderlich.

Was ich tagtäglich in Neuseeland auf dem Trail erlebt und gefühlt habe, könnt ihr hier übrigen auch hier auf meinem Blog nachlesen, denn ich habe jeden Tag vom Trail berichtet. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Nach Neuseeland ging es in Begleitung meines Kumpels Christian für knappe zwei Monate nach Südamerika, wo wir Peru und Bolivien bereist haben: wochenlanges Trekking im Hochland der Anden, Mountainbiken, eine Jeeptour und Höhenbergsteigen stand auf unserem Programm. Auch hierzu findet ihr ausführliche Berichte und natürlich jede Menge Fotos in meinem Blog.

Was dann folgte war eine Vielzahl an weiteren Reisen und Abenteuern: kleine wie auch große. Ich war zum Klettern, Bergsteigen und Mountainbiken einige Wochen in Italien und Österreich, anschließend blieb ich mehrere Monate zum Skifahren und Schneeschuhlaufen. Ich begab mich oberhalb des Polarkreises auf die Lofoten in Norwegen. Daneben unternahm ich einen Roadtrip im Südwesten der USA, bestieg Vulkane auf den Azoren, erfüllte mir mit dem Besuch von New York, der Megametropole schlichthin, einen Traum und kämpfte mich auf dem Cape Wrath Trail, dem schwersten Trail von Großbritannien, durch hunderte Kilometer schottischer Highlands und ebenso viel Hochmoor zum nordwestlichsten Punkt Schottlands.

Anschließend stieg ich wieder in meinen Beruf ein. Ganze zwei Tage Pause, in denen ich auch wieder eine neue Wohnung bezog, hatte ich mir seinerzeit nach dem Ende des Cape Wrath Trails und dem Wiedereinstieg in die Arbeit gegönnt. Doch die Berge und die Lebensqualität, die in den Alpen geboten wird, haben mich auch nach meiner Rückkehr in das Berufsleben nicht losgelassen. Sowohl bei der Wahl meines Wohnortes, denn mittlerweile bin ich aus meiner alten Heimat in der norddeutschen Tiefebene in das schöne Oberbayern in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen an den Rand der Alpen gezogen, als auch beim Reisen selbst. Denn meine Abenteuerlust ist ungebrochen. Erst vor kurzem habe ich z.B. noch die Alpen auf 400 Kilometern zu Fuß durchquert, nur um anschließend den Elbrus in Russland in einer Bergexpedition über dessen Nordseite zu besteigen. Und wenige Monate später ging es ohne größere Vorerfahrung auf Backcountry-Ski mit einem Expeditionsschlitten im Winter bei Temperaturen von bis zu -25°C quer durch die Hardangervidda in Norwegen, die als größte Hochebene Europas bekannt ist.

Was auch immer auf meinen nächsten Reisen ansteht, ich werde euch gerne hier über meinen Blog weiter an meinen Reisen und der Erfüllung meiner Träume teilhaben lassen.