31
Jul
2020

Ein Bulli namens Le Bouton. Komm, starten wir den Motor! Fahren wir los…

„Das Wichtigste ist nicht unbedingt das Ziel der Reise, sondern die Art wie man reist…“ Und yes, ich tue das künftig (auch) mit einem VW Bulli! Ich habe mir einen Traum erfüllt und mein kleines rotes Cabrio – das vermutlich eh nie ganz zu mir gepasst hat… – gegen einen VW T5 Transporter umgetauscht, der in den vergangenen Wochen und Monaten zu einem waschechten rollenden Schlafzimmer mit Aussicht umgebaut wurde. Und das macht mit etwas Anlauf immerhin knapp 160 km/h in der Spitze. Das kann sicher nicht jeder von seinem Schlafzimmer behaupten!

Ein Bulli ist Emotion, ein Lebensgefühl! Und deshalb ist ein Bulli auch nicht nur irgendein Auto. Er hat eine Seele. Und was brauchen Dinge mit Seele? Na klar, einen Namen! Meiner trägt einen französischen. Er heißt Le Bouton! Eigentlich sollte so ja mal der künftig auf einer Reise mit dem Bulli gerettete Hund heißen, aber der bekommt dann halt den Namen Little Bouton!

Der künftige große Bruder von Little Bouton?

Freeeeeeeeiiiiiiheeeeeiiiiit! Wie Mel Gibson es als Verkörperung des William Wallace in Braveheart so sehnsüchtig rausgeschrien hat, so stehe ich künftig vor dem Bulli und schreie es in die Welt hinaus! Okay, die Szene, wenn ich das mache, ist nicht ganz so blutig wie die in Braveheart. Und in meinen Kopfkino ist’s natürlichauch keine Sterbeszene, aber alles in allem… na ihr wisst sicher was gemeint ist und könnt euch sicher auch vorstellen wie ich vor dem geparkten Le Bouton auf einem Bergpass stehe, in die Landschaft hinunterblickend die Arme ausbreite und laut hinausrufe: „Freeeeeeeeiiiiiiheeeeeiiiiit…….“

Genau so. Denn auch ich verbinde einen Bulli mit purer Freiheit. Oder vielmehr mit Freiheitsliebe. Denn das Gefühl unendlicher Freiheit erfahre ich mir mit Le Bouton dann ja in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren…

Und ja, die Szene aus Braveheart hab ich hier im Blog schon mal angeführt. Irgendwie ist die mir wohl sehr im Gedächtnis geblieben, so dass ich sie hier nun erneut heranziehe… Jetzt fragt ihr euch sicher, wo sie sich das erste Mal hier im Blog versteckt? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr. Vielleicht findet ihr sie ja! Wer sie zuerst in die Kommentare postet hat auf jeden Fall einen kleinen Preis verdient. Ich überleg mir da was! Versprochen!

Jetzt aber zurück zum Erfahren der Freiheit mit Le Bouton! Ein paar Mal war es schon so weit! Ich war mit Le Bouton und meiner Jenny im Harz zur Bulli-Taufe, in der Sächsischen Schweiz zum Klettersteiggehen und den Berchtesgadener Alpen für die Watzmannüberschreitung wie ihr ja im letzten Artikel gelesen habt. Warum ich nun erst so spät schreibe? Die Antwort ist einfach! Der liebe Le Bouton war einfach noch nicht ganz fertig und Jenny und ich wollten und konnten und mussten einfach trotzdem schon drauf los!

Japp, ich hab mir eine Drohne besorgt… Le Bouton in der Draufsicht!

Gekauft hab ich Le Bouton übrigens im Februar. Als Transporter mit langem Radstand – er ist damit 40 cm länger als der „normale“ Bulli und bietet damit vergleichsweise noch mal deutlich mehr Platz im Inneren. Dafür hat er natürlich auch einen größeren Wendekreis. Das ist ja schon fast wie ein kleiner LKW. Also in ein Parkhaus werd ich mit ihm definitv nicht fahren 😉

Der damals noch namenlose Le Bouton hatte bei Kauf als Transporter weder Fenster noch einen Innenausbau. Einzig eine nackte Ladefläche „zierte“ sein Inneres. Ich hab ihn dann zu Markus und Julian von Hoppe Camper in Neumünster hinaufgebracht. Die beiden haben sich vor einiger Zeit mit ihrer Ausbaufirma dort oben in Schleswig-Holstein selbständig gemacht und liefern zusammen mit ihrem Team wie dem guten Viktor wunderschöne Bullis ab. Man merkt, dass die Jungs nicht nur einen Job machen, sondern Träume und Emotionen verwirklichen.

Falls ihr euch also auch mal einen Camper ausbauen lassen wollt oder auch einen fertig ausgebauten sucht, hier mal der Link zu den Jungs dort oben:

Schaut mal rein! Einfach aufs Logo klicken! Und vielleicht verwirklicht ihr euch demnächst auch euren Traum von einem Bulli! Ach und falls ihr euch Gedanken macht, dass ihr euch das bei Hoppe, sofern euch denn einer da gefällt, nicht oder noch nicht leisten könnt: die Jungs stehen total auf Schokoladenkuchen! Ein Kuchengeschenk wär also sicher ein guter Icebreaker und eine gute Basis, um in die  Verhandlungen einzusteigen. Je mehr Kuchen und je mehr Schokolade drin ist umso geringer womöglich der Preis…

Aber zurück zu Le Bouton: ja, ich hätte vielleicht auch selbst ausbauen können und ich habe es eine Zeit lang auch ernsthaft überlegt. Dann wäre er aber nicht so megaschön geworden. Und zum anderen hat mich die Arbeit trotz oder gerade wegen Corona einfach viel zu sehr eingebunden, als dass ich innerhalb von wenigen Wochen einen Bulli hätte ausbauen können. Mit ziemlicher Sicherheit hätte dieses Jahr dann nicht die Möglichkeit bestanden, dass Jenny und ich mit dem Bulli nach Skandinavien fahren. Denn das steht nun auf dem Plan: eine Tour über Finnland zum Nordkapp und zurück durch Norwegen! Ein Traum von Freiheit und in Kürze geht es los, für geschlagene fünf Wochen! Aber dazu schreibe ich dann später mehr…

Neben der Skandinavien-Tour gab natürlich noch was anderes den Ausschlag mit den Jungs von Hoppe Camper auszubauen. Die Liebe, die die Jungs da reinstecken. Ich denke ihr könnt es Le Bouton im Innern ansehen. Am Möbelbau, der tollen Deckenverkleidung usw.

Natürlich haben Jenny und ich auch noch selbst Hand angelegt, aber das betrifft vor allem die Camper-Ausstattung und solche Details und Dinge im Inneren, die Le Bouton noch wohnlicher machen. Die Bilderrahmen und Lichterketten, Wimpel und Holzbuchstaben, Kissen, Decken, Gardinen usw. sind letztlich unser Werk. Außen gab es auch noch was dazu, wie z.B. die Folierung der Berglandschaft an den beiden Seiten.

Möbelbau, Verkleidung, Fenster, Elektrik, Dämmung, Küche, Standheizung usw. Das geht alles aufs Hoppe-Konto! Danke Jungs! Auch wenn in den vergangenen Wochen noch einige Nacharbeiten notwendig waren: Le Bouton ist der Traum geworden, den ich hatte, als Jenny und ich das erste Mal auf euren Hof gefahren sind!

Hier noch mal ein paar Bilder wie er derzeit nun ausschaut:

So, und nun aber genug von all dem Rumgeschwafel und zurück zum oft so wunderschönen Kopfkino:

„Strand. Meeresrauschen. Ein Bulli namens Le Bouton. Wein. Ein magischer Sonnenuntergang. Wind in den Baumkronen. Eine sternenklare Nacht. Vogelgezwitscher am Morgen. Der Strand auf der einen, ein Berpanorama auf der anderen Fensterseite. Sonne. Unzählige Abenteuer. Komm, starten wir den Motor! Fahren wir los! Auf nach Finnland!“

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