23
Nov
2017

Die ersten Tage in Auckland – Vom Jetlag, letzten Vorbereitungen und örtlicher Polizei

25 Grad, T-Shirt- und Kurze-Hosen-Wetter, ein strahlend blauer Himmel, Palmen und Meer, ein erster Sonnenbrand und…

… ein überdimensionaler Weihnachtsmann mit seinen Rentieren in einer teils schon festlich-weihnachtlich geschmückten Innenstadt. Das ist derzeit Auckland. Und ehrlich gesagt, ich fühle mich sehr wohl hier.

Gestern abend gegen 17 Uhr bin ich mit dem Flieger angekommen. Der Check durch die Biosecurity ging überraschend schnell und unkompliziert und so war ich gegen 18.30 Uhr bereits in meinem Hostel in der Innenstadt von Auckland.

Auckland selbst ist trotz seines Großstadtstatus mit immerhin knapp 1,4 Mio. Einwohnern irgendwie sehr muckelig und überschaubar. Es ist hier jetzt nicht extrem schick oder gepflegt, aber die Atmosphäre gefällt mir persönlich richtig gut. Alles läuft hier sehr entspannt ab. Das ist richtig ansteckend und soll im restlichen Teil Neuseelands angeblich genauso sein. Entsprechend kommen auch alle superfreundlich daher. Bislang ist mir kaum jemand begegnet, der nicht fröhlich dreinschaute oder mir mit einem Lächeln begegnete.

Die Queens Street, nahe der sich mein Hostel befindet, ist die Haupteinkaufsmeile von Auckland. Sie zieht sich vom Hafen mit dem Fährterminal Richtung Süden. Auf ihr reihen sich alte Bauten wie die Auckland Town Hall an moderne Bauten an. Der Auckland Sky Tower befindet sich als Wahrzeichen Aucklands nicht weit entfernt und zwischen alledem liegen immer wieder Grünflächen und Parks oder auch der Mount Eden als Hausberg Aucklands. Ein erloschener Vulkan, der in recht kurzer Zeit bestiegen ist, und von dem man eine schöne Aussicht über die hügelige Stadt genießt. Das war für heute mein Nachmittagsprogramm.

Aufgestanden bin ich heute ziemlich früh. Das Jetlag ging mir dabei doch ziemlich auf den Geist. Am Montag morgen bin ich um 5.30 Uhr aufgestanden. Bis zur Ankunft am Mittwoch um 18.30 Uhr hatte ich sage und schreibe drei Stunden geschlafen und war daher mehr als groggy gestern abend. Als ich im Hostel war, hätte ich sofort einschlafen können. Stattdessen raffte ich mich aber nochmal auf und bin dann erst um eins ins Bett gekommen. In meiner Vorstellung hab ich dann richtig lang durchgeschlafen. Ich war jedoch… sage und schreibe… Trommelwirbel… nach drei Stunden wieder wach. Naja, wenigstens hab ich dann noch bis knapp um sechs gedöst. Ich hoffe den fehlenden Schlaf dann heute nachholen zu können.

Entsprechend früh bin ich heute durchgestartet, die noch fehlenden Ausrüstungsteile zu besorgen: darunter zunächst ein Personal Locator Beacon – das ist ein satellitengestützer Notfallsender, der per Knopfdruck ein Notfallsignal und Koordinaten für den Bergungstrupp aussendet. Dann fehlte mir natürlich noch eine Gaskartusche für meinen Gaskocher, der DOC Backcountry Hut Pass, der zur Nutzung der DOC-Hütten entlang des Te Araroa berechtigt, und last but not least eine neuseeländische Prepaid Sim-Karte zum Telefonieren, SMS’en und natürlich für die Datenverbindung zum Bloggen.

Gestern abend hatte ich mich übrigens noch mit Christian getroffen, den ich als weiteren Thru-Hiker des Te Araroa vor einer knappen Woche bei Facebook kennenelernt hatte. Supernetter Typ. Wir wollten ursprünglich zusammen loslaufen am Samstag. Das klappt jetzt zwar leider nicht, da Christian erst ein oder zwei Tage später startet bzw. ich früher, aber ich bin mir sicher, wir sehen uns später auf dem Trail noch. Auf jeden Fall haben wir es aber geschafft, wie geplant auf die Ankunft in Neuseeland mit einem Bier anzustoßen. Als die Polizei uns später aufklärte, dass das Trinken in der Öffentlichkeit verboten wäre, war das Bier dann zum Glück auch schon alle. Typisch Neuseeland waren die Beamten sehr freundlich und verabschiedeten uns sogar auf Deutsch mit einem „Guten Abend“ 🙂

Morgen geht es um 7.30 Uhr mit dem Bus dann Richtung Norden bis nach Kaitaia. Die Fahrt dauert knapp sechs Stunden und von dort aus sind es nur noch etwa 110 Kilometer bis zum Startpunkt des Trails. Wie ich dahin komme bzw. wo ich in Kaitaia gegebenfalls nochmal unterkomme, werd ich morgen mal in Ruhe schauen.

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Tag 138 Invercargill bis Bluff (40 Kilometer)

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